Bild: Blick über Fachwerkhäuser
Blick über Fachwerkhäuser

1. - 8. Oktober 2011, Monreal
Für eine Woche Urlaub lohnt sich das weite Wegfahren irgendwie nicht wirklich. Da ist man dann länger mit Hin- und Rückfahrt beschäftigt als man Erholung erhält. So zumindest mein Empfinden und deswegen suchte ich nach einer schönen Möglichkeit in der Nähe. Deutschland hat schließlich auch sehr hübsche Ecken. Über die typischen Empfehlungen des Nahverkehrs („Das sollten Sie sich unbedingt einmal angucken.“) landete ich schließlich in Monreal. Das ist ein kleines Dorf in der Hoch- und Vulkan-Eifel, mit einem hübschen Kern aus Fachwerkhäusern sowie zwei Burgruinen. Für uns Nicht-Autofahrer war der Ort insofern praktisch, als dass es dort einen Bahnhof gibt. So hatte man für eine Woche genau passend Unternehmungsmöglichkeiten, die gut zu erreichen waren. Grundsätzlich gäbe es auch noch ein bisschen mehr anzuschauen oder auch zu wandern, dann wäre man mit einem Auto jedoch besser dran.

Monreal selbst ist ein sehr kleines Dorf und schnell durchlaufen. Außer einem Bäcker und ein, zwei hübschen Läden für Wein oder Tonwerke findet man nicht viel. Die Bürgersteige werden hier in der Tat sehr früh hochgeklappt, was sich speziell etwas unangenehm beim Essen widerspiegelt, da nur wenige Restaurants etwas länger auf haben. Man muss sich hier also in der Tat auf ein starkes Abseits einstellen. Für eine Woche jedoch durchaus angenehm.

Wer übrigens völlige Ruhe in so einer Gegend erwartet, ist schief gewickelt: Schieferabbau, abendliche Fliegerübungen der Bundeswehr, Verbindungsstraßen der Dörfer und dergleichen mehr durchbrechen die an sich vorhandene Stille schon enorm. Mit einer Stadt natürlich nicht vergleichbar, aber gerade deswegen sicherlich umso auffälliger.