Bild: Reichsburg Cochem
Reichsburg Cochem

Donnerstag, 6. Oktober 2011
Heute ging es wieder: unser Frühstück im „Café Plüsch“. Von Kaisersesch aus (letzte Bahnstation in die andere Richtung) düsten wir anschließend mit dem Bus nach Cochem an die Mosel. „Düsten“ passt schon: Wer die einsamen Gegenden nicht gewohnt ist, dem kann bei dem Tempo im Bus durchaus mulmig auf den ganzen „Serpentinen“ werden.

Das Wetter war heute leider nicht mehr so toll: Sonne kam nur selten mal durch, meistens war es trüb und ab und zu regnete es auch. Unserer anfänglicher Spaziergang über die Brücke sowie der anschließende Besuch der Reichsburg Cochem wurde jedoch erst einmal nicht davon belästigt. Der Weg zur Burg ist nicht weit, von der Innenstadt aus, jedoch relativ steil. Alternativ gibt es ein Bus-Shuttle, das an der Bus-Station an der Brücke startet. Und etwas drumherum, durchs Grün führt der Weg über das „Tummelchen“, ein Hügel zwischen Klosterberg und Burgberg.

In der Burg nahmen wir an einer Führung teil, die recht interessant war. Originale Möbel, Geheimtüren, hübsche Innenhöfe; ein Besuch lohnt sich. Von dort oben hat man auch einen schönen Blick über die Mosel und die Stadt. Die Burg selbst ist auch von außen recht schön anzusehen. Wenn einen der ganze Tourismus-Rummel der Stadt nicht stört, kann man also durchaus einmal in Cochem vorbei schauen.

Wieder zurück in der innerstädtischen Touri-Meile (Sovenirs, Sovenirs!) landeten wir im „La Brochette“, ein optisch nettes Restaurant am Rande des intensiven Tourismus, mit durchaus gutem Essen, das jedoch seiner Präsentation auf der Karte nicht so ganz folgt. (Edle Namen, unter denen man halt etwas Besseres erwarten würde.)

Nun stand ein Besuch des Pinner-Kreuzes an. Da ich zur Zeit etwas schlapp bei Kräften bin, fuhren wir mit der Sesselbahn hoch. Von der Sesselbahn aus sieht man auch immer wieder den Fußweg: er ist relativ schmal, aber wohl durchaus schön zu laufen. Oben angekommen läuft man noch ein, zwei Minuten zum Kreuz selbst. Von dort aus hat man einen schönen Blick über die Stadt und auch hinüber zur Burg.

An der Stelle wollte das Wetter dann erst einmal nicht mehr: es fing an zu schütten, weswegen wir vorerst im obigen Café Halt machten und etwas tranken. Natürlich handelt es sich dort nicht um ein edles Etwas, dennoch der Hinweis: spart euch lieber die Kuchen. Sie mögen lecker aussehen, schmecken jedoch nicht wirklich.

Als das Wetter wieder etwas angenehmer wurde, sollte eigentlich noch ein kleiner Einkaufsbummel angehängt werrden, aber selbst hier werden die Bürgersteige recht früh hochgeklappt. Also zurück nach Monreal und dort noch ein bisschen im „Stellwerk“ eingenistet. Beim „Stellwerk“ handelt es sich um ein etwas edleres Restaurant direkt am Bahnhof (das ehemalige Bahnhofsgebäude) mit sehr gutem Essen. Wirklich intensiven Hunger hatten wir nicht mehr, aber für ein paar Weinbergschnecken (bereits aus dem Gehäuse geholt und in leckerer Sauce angerichtet), sowie Knoblauchbrot mit (jeder Menge) Kresse reichte es später dann doch noch.

In Cochem hätten wir eigentlich noch den Bundesbankbunker anschauen wollen, ein bis 1988 geheimes Lager für Notstandswährung im Falle eines Kalten Krieges. Der ist jedoch nur an bestimmten Tagen geöffnet und der heutige gehörte nicht dazu.