Bild: Genoveva-Burg
Die Genoveva-Burg

Sonntag, 2. Oktober 2011
Um sieben Uhr Terrorwecken durch Kirchenglocken. So viel zum Thema Ausschlafen. :-) Und nein, das war nicht nur an diesem Tag so, sondern auch alle anderen. Ich hatte mich (Erst oder schon?) am letzten Tag dran gewöhnt und überschlief es endlich...

Nach einem Frühstück im „Café Plüsch“ ging es nach Mayen. Das ist ein etwas größerer Ort mit Resten einer Stadtmauer, der Genoveva-Burg sowie dem darin enthaltenen Eifelmuseum, in dem man einiges über den hiesigen Schiefer erfährt. Das war insofern recht interessant, weil wir die folgenden Tage beim Laufen doch ganz anders auf die Umgebung achteten und den überall vorhandenen Schiefer wahr nahmen. Das Museum enthält auch ein kleines Schieferbergwerk, in dem man eine (simulierte) Bergfahrt mitmachen kann. Die Burg selbst empfinde ich persönlich nicht gerade als die hübscheste, aber das mögen etwas geschichtsorientiertere Menschen anders sehen. Und hässlich ist sie ja nun auch nicht gerade. Insofern durchaus einen Besuch wert.

Auch der Marktplatz ist hübsch, mit einigen Fachwerkhäusern sowie einem nett geschmückten Rathaus. Etwas Zweifel habe ich ja immer mit der Gastronomie, die an solchen Orten zu finden ist: häufig handelt es sich um halbherzige Durchgangsware, mit Touristen kann man es ja machen. Wir hatten jedoch Glück und fanden im "La Piazza" ein sehr gutes Restaurant mit frisch zubereiteten Speisen. Insbesondere das selbstgemachte Tiramisu war genial.

Zurück nach Monreal sind wir gelaufen. Entgegen der vielgelobten ach so gut ausgeschilderten Wanderwege dieser Gegend, mussten wir leider feststellen, dass dem nicht wirklich so ist. Man findet zwar immer wieder mal etwas, ob das jedoch eindeutig verständlich ist, ist eine andere Frage. Aber die Menschen der Gegend sind ja nett, so dass wir insbesondere bei unserer abschließenden Totalverwirrung gut auf den richtigen Weg geleitet wurden.

Den Abschluss des Tages begingen wir im „Haus Löwenburg“, wo wir uns jedoch nicht wirklich wohl fühlten. Zum Essen können wir nicht wirklich etwas sagen, da wir nur noch eine Kleinigkeit zu uns nahmen und das war auf jeden Fall ok. Die Bedienung und das Drumherum empfanden wir jedoch recht unangenehm. Als wir herinkamen, stand alleine auf drei (verlassenen) Tischen noch das alte Geschirr herum und wurde auch über sehr lange Zeit während unserer Anwesenheit nicht abgeräumt. Bis wir überhaupt einmal beachtet wurden, dauerte es fast zehn Minuten (Man muss mir ja nicht unmittelbar nach der Ankunft im Nacken sitzen, aber wenigstens mal ein freundliches Hallo?), die völlig verdreckte Tischdecke wurde erst nach Aufforderung wenigstens mal umgedreht (Frische gab es angeblich nicht, wenngleich ich mich dann natürlich frage, wieso die an anderen Tischen später am Abend ausgetauscht werden konnten...) und es wurde überhaupt nicht mal geschaut, ob man vielleicht noch einen Wunsch hat. Ein bisschen mehr Sauberkeit und Aufmerksamkeit wäre schon wünschenswert gewesen.