Was man immer benötigt ist die sogenannte Pulpe. Sie wird erzeugt, indem man (unlackiertes!) Papier klein reißt (oder zerschreddert, das ist die Variante für die Faulpelze :-)) und am besten über Nacht in Wasser einweicht. Diese Masse wird dann pürriert, durch einen feinen Sieb abgegossen und in einem Tuch oder (wer hat) in einer Presse kräftig ausgewrungen. Unter diese Papiermasse wird (bereits angerührter) Tapetenkleister geknetetet (Wer mag mit elektrischen Knethaken, dann bleiben die Finger sauber.) und zwar so viel, bis man einen schönen weichen Teig hat, der sich gut verarbeiten lässt.
Ich persönlich bevorzuge ganz normales Kopierpapier, das nicht mehr benötigt wird und im Altpapier landen würde. Zeitschriften weichen zwar schneller ein, haben aber auch Unmengen an Druckerschwärze inne, was ziemlichen Dreck bzw. Wasserverschwendung verursacht, weil man so viel reinwaschen muss. Wichtig ist auf jeden Fall, dass man keine Kataloge oder Zeitschriften oder etwas in dieser Art nimmt, denn die Seiten sind (zumindest teilweise) lackiert und die kann man entsprechend stundenlang einweichen, ohne dass sich ein nennenswerter Erfolg für das gewünschte Ziel einstellt.
Die Arbeit des Einweichens, Auswringens usw. kann man sich übrigens sparen und direkt zum Vermischen mit dem Kleister vorhüpfen, wenn man im Bastelladen fertige Masse kauft. Das ist dann aber natürlich teurer.
Ansonsten kann man die grundlegende Masse auch erweitern, indem man z. B. etwas Gips untermischt, was den Effekt hat, das alles etwas schneller trocknet.